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Pfandrecht

Was versteht man unter einem Pfandrecht?

Pfandrecht ist das dingliche Recht an einer fremden Sache (Pfand), das der Sicherung einer Forderung dient und auf die Befriedigung des Pfandgläubigers durch Pfandverwertung beschränkt ist. Das Pfandrecht kann durch Rechtsgeschäft (vertragliches Pfandrecht) oder im Zuge eines Exekutionsverfahrens (richterliches Pfandrecht oder Pfändungspfandrecht) begründet werden oder sich unmittelbar aus dem Gesetz ergeben (gesetzliches Pfandrecht). Die Begründung eines Pfandrechtes erfordert neben dem Titel jeweils auch einen entsprechenden Modus. Für die Verpfändung beweglicher Sachen gilt das Faustpfandprinzip, für die Verpfändung unbeweglicher Sachen das Eintragungsprinzip. Pfandrechte an unbeweglichen Sachen werden auch als Hypotheken, Grundpfandrechte oder Liegenschaftspfandrechte bezeichnet. Der Pfandgläubiger hat grundsätzlich kein Recht, die Pfandsache zu gebrauchen. Neben der gerichtlichen Verwertung steht dem Pfandgläubiger auch ohne gesonderte Vereinbarung bereits gesetzlich die Möglichkeit der außergerichtlichen Pfandverwertung aus einer beweglichen Pfandsache offen. Unbewegliche Sachen können daher immer nur im Rahmen eines gerichtlichen Exekutionsverfahrens verwertet werden. Das vertragliche Pfandrecht in seinen unterschiedlichen Ausprägungen ist ein häufiges Mittel zur Kreditbesicherung.

 

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